Der schöne Schein: Dresscode fürs erste Date

Nicht zu nachlässig, nicht zu extravagant und sexy: warum unser Kleidungsstil so wichtig ist für einen ersten positiven Eindruck

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Das Klischee sagt: während Frauen zu viel Wert auf Ihre äußere Erscheinung legen beim ersten Date, sind die Männer zu nachlässig. Ein wenig klingt es, als würden sich alle Frauen neu einkleiden und ohne vorherigen Termin bei Friseur und Kosmetiker höchstens ein Selfie für Tinder schießen, während die Kerle nicht einmal ihre Hemden und T-Shirts waschen.

Bevor es gleich frustig wird eine gute Nachricht vorweg: der erste Eindruck setzt sich zusammen aus vielen Aspekten. Die Haltung, das Styling, das Aussehen, die Stimme, die Gestik, die Mimik, das gesprochene Wort und nicht zu vergessen – Gerüche.

Es ist individuell verschieden, worauf wir besonders achten, doch Studien haben ziemlich eindeutig festgestellt, dass eine optimistische, lebensbejahende Ausstrahlung für den besten Eindruck sorgt, weil wir uns alle insgeheim fragen, ob wir mit dieser Person auch in einigen Jahren glücklich und fröhlich sein können. Das heißt: üben Sie lächeln und pflegen Sie Ihren positiven Blick aufs Leben. In Kombination mit guten Manieren und Bereitschaft zur Fürsorge haben Sie beste Chancen auf ein zweites und auch ein drittes Date.

Da bleibt nicht viel Spielraum für Schummelei, denn all das gelingt nur authentisch.

In wenigen Sekunden auch mit wenigen Informationen können wir ein Urteil fällen. Das Gehirn füllt einfach mit unseren Hoffnungen und Erwartungen sowie (zunehmend mit zunehmendem Alter) Befürchtungen und Erfahrungen die Wissenslücken auf. Und das lässt sich durchaus zum Vorteil nutzen.

Zahlreiche Experimente belegen die Wirkung von Kleidung für den ersten Eindruck. Alles, was nachlässig der zu bemüht wirkt, schadet dem ersten Eindruck. Wer sich keine Mühe fürs erste Date gibt, wird sich auch um uns nicht bemühen, denken wir bei Flecken auf Hemd und Hose und ungewaschenen Haaren oder struppigem Catweazle-Bart. Wer offensichtlich erst einmal groß Shoppen war, MakeUp wie zum Modelshooting trägt und den Ausschnitt gar zu sehr wie ein Schaufenster designed hat, muss offenbar von anderen Defiziten ablenken. Es ist leider nicht so, dass wir grundsätzlich das Beste in einem neuen Kontakt vermuten – auch wenn wir uns noch so sehr bemühen.

Warum das so ist: Die Antwort gibt ein berühmtes Experiment: den Teilnehmern wird der Redner Dr. Fox als Experte vorgestellt. Er ist gut gekleidet, tritt vornehm auf; seine Stimme klingt kompetent. Hinterher stellen die Zuhörer Fragen und diskutieren. Danach werden sie berichten, sie hätten viel gelernt. Sogar die Fachleute unter den Teilnehmern. Dabei war Dr. Fox ein Schauspieler, der auch noch kompletten Unsinn erzählte – er erzählte ihn nur gut.

Das Fazit: Wenn also jemand nur ordentlich angezogen ist, ordentlich spricht und uns als Experte vorgestellt wird, dann glauben wir ihm fast alles.

Das gilt übrigens auch (wenn nicht sogar besonders) für Menschen, die auf Äußerlichkeiten nicht viel geben und vor allem inhaltlich überzeugen wollen. Bis beim Gegenüber angekommen ist, warum Anzug oder Kostüm nicht deren Ding sind, hat der Kontakt längst ein Urteil gefällt. Das macht ihn nicht oberflächlich. Wie immer bei Kommunikation geht es darum: was der Empfänger versteht und nicht was der Sender eigentlich sagen wollte. Also probieren Sie – gerade im Sommer – etwas weniger sportlich und sexy und dafür mehr „smart casual“.

Übrigens funktioniert das auch ganz hervorragend auf Profilbildern!

 

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