Detektivarbeit vor dem ersten Date

Vor dem ersten Treffen wird recherchiert bei Facebook und gegoogelt

AmorKnapp 60 Prozent der Deutschen informieren sich vor einem Date intensiv im Internet und im Freundeskreis. Dabei werden vor allem Facebook und Google genutzt. Es gilt, je jünger, desto mehr wird recherchiert: Bei den unter 20-Jährigen informieren sich 93 Prozent über die Eigenschaften ihres Dates. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie von FriendScout24.

Ganz oben bei den Online-Recherche-Tools steht Facebook: 29 Prozent der Deutschen klicken sich durch die Seiten der Plattform, um Näheres über ihr Date herauszufinden. Google landet mit 23 Prozent auf dem zweiten Platz der digitalen Möglichkeiten. Und 17 Prozent durchstöbern eingehend die Partnerportale im Internet, sehen hier Fotos und Profilangaben durch. Einen Blick auf das Profilbild im Messenger-Dienst WhatsApp nutzen 15 Prozent der Befragten. Knapp dahinter folgt die direkte Erkundung über E-Mail: Ebenfalls 15 Prozent der Deutschen schreiben vorab intensiv, um das Gegenüber besser einschätzen zu können.

Jeder Vierte fragt im Freundeskreis nach

Doch nicht nur online werden Erkenntnisse eingezogen. So befragt jeder Vierte – wenn möglich – den eigenen Freundeskreis über die Person, die ihm später gegenüber sitzen wird. Rund 14 Prozent fahren sogar bei ihrem Date vorbei und checken die Umgebung der Wohnung (Männer 16%, Frauen 11 %). Immerhin zwei Prozent der Befragten räumen ein: „Ja, ich rufe an und lege auf.“

Vor allem die Jüngeren haben ein gesteigertes Informationsbedürfnis. 93 Prozent der unter 20-Jährigen ziehen Erkundigungen ein. Besonders beliebt hierbei ist Facebook, über das 77 Prozent in dieser Altersgruppe an Wissenswertes gelangen wollen. Aber auch WhatsApp steht hoch im Kurs: Jeder Zweite wirft als Vorbereitung auf das Treffen einen Blick auf das Profilbild. Zwischen 20 und 29 Jahren recherchieren immer noch 78 Prozent der Deutschen – Facebook, Google und WhatsApp sind wieder die beliebtesten Formen. Ab 30 Jahren sinkt dann der Wunsch nach Vorabinformationen. Ab 60 Jahren erkundigt sich nur noch jeder Zweite nach dem neuen, potenziellen Partner.

Recherchiertes hat wenig Einfluss auf Zustandekommen des Dates
Doch was machen die Informationshungrigen, wenn ihnen die Erkenntnisse nicht gefallen? Gehen sie trotzdem zu dem Date oder sagen sie ab? Überraschenderweise geben 86 Prozent an, dass sie dennoch zu dem vereinbarten Date gehen, egal was die Recherchen ans Tageslicht bringen. Frauen sind etwas kritischer als Männer: 17 Prozent würden absagen, wenn ihnen ein Foto missfällt, aber nur elf Prozent der Männer. Offenbar bekommen also die meisten ihre Chance, bei der persönlichen Begegnung zu überzeugen – unabhängig davon, was über sie auf Facebook und bei Google steht.

Frage: Wo sammeln Sie Ihre Informationen über Ihr kommendes Date?

Facebook 28,8
Freundeskreis 25,1
Google 22,6
Partnerportale 16,6
What’s App 14,8
Ich schreibe E-Mails 14,6
Ich fahre vorbei 13,7
Xing 5,1
Unternehmenswebsite 4,7
Ich rufe an und lege auf 2,4

Ich recherchiere nichts vorab 42,0

Quelle: www.friendscout24.de / GfK; Basis: 1.026 repräsentativ befragte Deutsche; alle Angaben in Prozent; Mehrfachnennungen.

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