Hilfe, ein Softie!

Hilfe, mein Mann ist ein Softie! Männer sollen stark sein, selbstständig, sich durchsetzen können – aber nicht zuhause, bitte. Da soll der Macho verständnisvoll, einfühlsam und liebevoll sein. Ach was.

Wann ist ein Mann ein Mann? Macho? Softie? Alpha-Softie! 

Warum lassen sich Männer von Frauen zu Pantoffelhelden machen?

In Umfragen wünschen sich Frauen eine Mischung aus Softie und Macho als Partner. Der „Alpha-Softie“ also, wie ihn Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner nennt. Der Mann soll wissen, was er will und das durchziehen können. Er soll aber der sensible Gesprächspartner sein, der weiß, wann sie eine Umarmung, einen Ratschlag oder eine Umarmung benötigt. Extreme Ausprägungen in die eine oder die andere Richtung entstehen oft durch Verwirrung und Verunsicherung. Das bedeutet, der erste Schritt zur Enttäuschung ist, Erwartungen erfüllen zu wollen, wenn einem diese gar nicht liegen.

Und umgekehrt: Warum wollen wir Frauen die Männer ständig umerziehen und finden dann doch richtige Kerle sexy?

Leidenschaftlicher und sexuell attraktiver gilt der Macho in vielen weiblichen Fantasien. Der taugt jedoch mit seiner Widerspenstigkeit und Unzuverlässigkeit nicht als Beziehungspartner oder Familienvater. Der Softie mag langweilig erscheinen, er ist aber der liebevolle Partner, der seine Kraft nicht gegen seine Frau oder die Kinder richtet.

Was ist die Mischung für eine perfekte Beziehung? Ist es evtl doch ein Schlüssel, wenn ein Mann alles macht, was die Frau will? Oder sollte er auch Grenzen aufzeigen?

Grenzen müssen auch in einer Beziehung sein, damit der Respekt voreinander bleibt. Niemand ist dazu da, die Wünsche eines anderen zu erfüllen. Gerade wer denkt, machen zu müssen, was der Partner erwartet, gerät rasch in eine emotionale Abhängigkeit. Für das persönliche Glückserleben ist jeder selbst zuständig. Die ganze Bandbreite von Emotionen zur Verfügung zu haben und zu wissen, wann diese am besten zum Einsatz kommen sollten, das wäre perfekt. Aber: Perfektion gibt es nicht. Dem nahe kommt wohl ein Mann, der sich nichts beweisen muss und selbstsicher sowohl stark als auch schwach sein kann.

In welchen Situationen sollte ein Mann, auf jeden Fall „ein Mann“ sein?

Er soll verlässlich sein, also ihr das Gefühl geben, dass sie nicht eine Option, sondern seine Priorität ist. Er soll sie unterstützen, ihre Ideen umzusetzen, an ihrer Seite stehen und sie vor negativen Einflüssen schützen. Männlich sein, hat etwas mit Stärke zu tun. Das muss keine Körperkraft sein, Konsequenz ist ebenfalls ein Zeichen von Stärke. Am Ende definiert das aber jedes Paar selbst, denn was für eine Person konsequentes Handeln ist, ist für eine andere blinde Sturheit.

Was kann eine Frau tun, wenn Sie merkt, dass Ihr Mann zu sehr Softie geworden ist?

Sich freuen über seine soften Seiten und dankbar sein, dass sie die Nachteile eines Machos mit ihm nicht erleben muss. Ändern wird nichts bringen, umgekehrt würde sie sich auch nicht wünschen, dass er sie verändern möchte. Durchsetzungsvermögen lässt sich aber beispielsweise trainieren. Dazu gehört, das Selbstwertgefühl des Partners zu stärken. Dem Partner zu zeigen und zu sagen, dass man ihm etwas zutraut ist sicher förderlicher als ihn abzuwerten. Abwertung ist sowieso ein Warnhinweis, dass die Beziehung aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wer den Partner abwertet, ist in Gedanken bereits dabei, ihn zu verlassen.

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