Partnerschaft statt Pillen: Liebe hält gesund

Studie zum Tag der Gesundheit zeigt: Ein Viertel der Deutschen achtet in einer Beziehung mehr auf gesunde Ernährung, Sport und Schlaf.

Hamburg, 3. April 2014 – Eine glückliche Beziehung wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden aus – auch Gesundheit und Psyche profitieren von einer stabilen Partnerschaft. So steht für zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen fest: Menschen, die in einer Partnerschaft leben, sind gesünder als Singles. Das ergab eine repräsentative Studie von PARSHIP, einer der führenden Online-Partneragenturen in Deutschland, unter mehr als 1.000 Befragten. Und auch die deutschen Paare selbst sind von den positiven Begleiterscheinungen ihres Liebesglücks überzeugt: Jeder Vierte (25 Prozent) gibt an, allgemein mehr auf seine Gesundheit zu achten.

Lover statt Laster
Der Beginn einer neuen Liebe bedeutet für viele deutsche Paare gleichzeitig auch den Abschied von alten – ungesunden – Gewohnheiten. So erklärt knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent), in einer Partnerschaft abends seltener auszugehen und tut der Gesundheit damit gleich einen doppelten Gefallen: Denn ein ruhiger gemeinsamer Abend bedeutet in der Regel nicht nur mehr Schlaf, sondern auch weniger Drinks. Diese Ergebnisse spiegelt auch die Studie wider: Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der vergebenen Männer gibt an, ihren Alkoholkonsum seit Beginn der Partnerschaft reduziert zu haben (Frauen 14 Prozent). Immerhin 13 Prozent haben für ihre/n Liebste/n außerdem das Rauchen aufgegeben. Und auch das Thema Schlaf erhält für viele einen höheren Stellenwert: 16 Prozent achten in einer Beziehung darauf, mehr davon zu bekommen und gehen dafür früher ins Bett – schließlich macht das zu zweit auch gleich doppelt so viel Spaß.

Frisch gekocht statt aufgetaut
Dass Liebe durch den Magen geht, ist nicht nur ein altes Sprichwort. Denn statt einsamer Tiefkühlpizza heißt es bei den deutschen Paaren „Ran an den Herd“: Knapp ein Viertel (24 Prozent) achtet in einer Beziehung mehr auf die Ernährung als zu Single-Zeiten. Besonders die Männer profitieren vom Abschied aus dem Junggesellendasein: Nahezu ein Drittel (32 Prozent) ernährt sich in einer Beziehung ausgewogener. Und auch bei der Freizeitgestaltung setzen die deutschen Paare auf Ausgewogenheit: Sowohl Aktivität als auch Erholung werden in einer langfristigen Beziehung ernster genommen. Für ein Fünftel (19 Prozent) bedeutet das vor allem, sich regelmäßig Ruhephasen zu gönnen, 13 Prozent treiben mehr Sport als früher. Mit Erfolg – denn nahezu ein Fünftel der in Partnerschaft lebenden Deutschen (18 Prozent) gibt an, seit Beginn ihrer Beziehung seltener krank zu sein. Übrigens: Streit (54 Prozent) und Einsamkeit (46 Prozent) zählen für die Befragten zu den Faktoren mit den negativsten Auswirkungen für Körper und Seele – noch deutlich vor den schädlichen Einflüssen von Alkoholkonsum, Rauchen oder ungesunder Ernährung.

Das Ranking im Überblick

Frage: Glauben Sie, dass Menschen in einer Partnerschaft gesünder sind?

– Ja (66 %)
– Nein (34 %)
n= 1.089 Personen

Frage: Welche Faktoren wirken sich aus Ihrer Sicht negativ auf Ihr psychisches und physisches Wohlbefinden aus?

– Stress, Belastung im Job (Gesamt 66 %, Männer 62 %, Frauen 70 %)
– Streit mit dem Partner (Gesamt 54 %, Männer 49 %, Frauen 59 %)
– Einsamkeit / Alleinsein (Gesamt 46 %, Männer 41 %, Frauen 50 %)
– Schlafmangel (Gesamt 40 %, Männer 38 %, Frauen 41 %)
– Alkohol / Rauchen (Gesamt 29 %, Männer 34 %, Frauen 24 %)
– Bewegungsmangel (Gesamt 25 %, Männer 31 %, Frauen 19 %)
– Ungesunde Ernährung (Gesamt 21 %, Männer 22 %, Frauen 21 %)
– Sonstiges (Gesamt 3 %, Männer 4 %, Frauen 2 %)
n= 1.089 Personen

Frage: Bitte geben Sie an, welche der folgenden Aussagen auf Sie zutrifft. Seit ich in einer Partnerschaft lebe…

– Gehe ich seltener aus (z.B. Bars, Kneipen oder Diskotheken) (Gesamt 47 %, Männer 51 %, Frauen 43 %)
– Achte ich insgesamt mehr auf meine Gesundheit (Gesamt 25 %, Männer 30 %, Frauen 21 %)
– Ernähre ich mich gesünder und ausgewogener (Gesamt 24 %, Männer 32 %, Frauen 16 %)
– Trinke ich weniger / seltener Alkohol (Gesamt 20 %, Männer 28 %, Frauen 14 %)
– Achte ich mehr darauf, mir regelmäßig meine Erholungsphasen zu gönnen (Gesamt 19 %, Männer 19 %, Frauen 18 %)
– Bin ich seltener krank (Gesamt 19 %, Männer 22 %, Frauen 15 %)
– Gehe ich abends früher ins Bett bzw. schlafe ich mehr (Gesamt 16 %, Männer 19 %, Frauen 14 %)
– Habe ich mit dem Rauchen aufgehört (Gesamt 13 %, Männer 14 %, Frauen 11 %)
– Treibe ich mehr Sport (Gesamt 13 %, Männer 17 %, Frauen 9 %)
– Habe ich abgenommen (Gesamt 7 %, Männer 7 %, Frauen 6 %)
– Nichts von all dem (Gesamt 22 %, Männer 14 %, Frauen 28 %)
n=735 in Partnerschaft lebende Personen

Über die Studie
Für die vorliegenden Studien hat PARSHIP gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.050, bzw. 1.089 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Die Stichproben entsprechen nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängigen Online-Erhebungen fanden im Dezember 2013 und im Januar 2014 statt.

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